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Einst fror ich sie ein. Schuf um sie herum und aus ihnen heraus die schönsten Skulpturen aus Eis. All jene Menschen, die meiner Liebe zum Trotz mich nichts als schlecht behandelt hatten, schloss ich ein im harten Wasser, auf dass sie erstrahlten in schönstem Glanz und ihr Anblick mich nicht mehr schmerzen konnte. Viele Monde lang lebte ich mit ihnen im Schatten, denn nur dort konnten sie sein. Es ging mir gut.
Doch ich wollte mehr. Wollte zurück ins Licht, wollte wieder Wärme spüren auf meinem Gesicht, den Sonnenaufgang sehen. Wollte es so sehr, dass ich das Tropfen in meinem Rücken nicht hörte.
Nun stehe ich in der Zwischenwelt. Den Sonnenaufgang links von mir, die Nacht noch auf der rechten Seite. Das Eis ist beinahe fort, die Skulptur beinahe wieder Mensch. Ich kann ihn schon hören, den Schmerz, kann ihn beinahe greifen. Wohin soll ich mich wenden? Zurück in den Schatten, damit mit die Taubheit zurückkehrt mit dem Eis? Oder ins Licht, damit der Schmerz mir auch die Wärme bringt?
12.6.14 22:10
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Andreas / Website (13.6.14 06:27)
Wie seltsam, dass ich gerade jetzt an dich denken musste,wo du das schreibst. Auch das ist irgendwie ein Zauber, dein Zauber. Ins Licht, natürlich. da gehörst du doch hin. Das weißt du doch auch, oder? Ich fahre jetzt für eine Woche in Urlaub. Liebe Grüße!

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